Welcher Boden eignet sich für welche Traubensorte? Welche Lage ergibt welchen Typus von Wein? Wie sieht das Mikroklima in den unterschiedlichen Weinbergen aus? Nur wenn man sich intensiv mit diesen Fragen beschäftigt, kann man dauerhaft eine gute Weinqualität erzielen. Mit diesem Anspruch holen wir aus jedem Jahrgang das Typische heraus und kombinieren die Charakteristiken unterschiedlicher Lagen zu hochwertigen Cuvées.

Sonnenberg

Unsere Spitzenlage ist von einer Kalkader durchzogen. Sie liefert den Reben für unseren ausdrucksstarken Spätburgunder „Rubeus" ein ideales Wurzelbett, und zwar ganz ähnlich der Bodenbeschaffenheit im Burgund. In höheren Lagen prägt Taunusquarzit den Boden, der dem Riesling die eleganten mineralischen Noten verleiht. „Alta Villa" vereint beides: rieslingtypische Fruchtaromen und würzige Komponenten, getragen von einer zarten Cremigkeit. Mit diesen Eigenschaften hat sich der Sonnenberg in unserem Hause in den Mittelpunkt unseres Schaffens geschoben und wir versuchen durch bedachte Bodenpflege und gezielte Rebarbeiten die wunderbaren Eigenschaften dieses großen Bodens zu erhalten.

Kalbspflicht

Eine Lage mit Geschichte! Vor über 500 Jahren wurden die mit einem Zaun umgebenen Kälberwiesen als „Flecht" bezeichnet. Hieraus wurde der Lagenname abgeleitet, deren Weine ebenfalls Geschichte machen: Sie sind auch im Alter noch rassig. Kräftig und körperreich kommen sie daher und zeigen eine entsprechend kernige bis mineralische Note, für die der lehmige Boden mit tiefgründigen Lösslehmanteilen sorgt.

Langestück

Der Name dieser hervorragenden Lage entstand durch die Form des Geländes. Ausgesprochen vielfältig ist die Beschaffenheit des Bodens: Neben tiefgründigen Lössen und Lösslehmen findet man Aueböden mit einer hohen Wasserhaltekraft sowie Ton- und Mergelböden. Diese Lage sorgt auch besonders in trockenen Jahren für eine optimale Nährstoffversorgung und damit für Spitzenqualität und bringt körperreiche Weine mit markanter Säurestruktur hervor.

Taubenberg

Das einstige Fruchtbarkeitssymbol, die Taube, stand Pate für den Namen dieser traditionsreichen Lage. Deren Weine hinterlassen Eindruck: wuchtige Aromen und eine rassige Säurestruktur, die auch in der Lagerung erhalten bleibt, sind ihre Kennzeichen. Eine interessante Struktur bietet auch der Boden des Taubenbergs, der die Weine dieser Lage prägt: flach bis tiefgründiger Phylittboden bis hin zu Aueboden mit Lösslehmbeimengungen sind seine Kennzeichen.

Kiedricher Sandgrub

Einst wurde hier Sand abgebaut und gab dieser Lage ihren Namen. Doch dieser besondere Boden wird dazu noch von Lössen, Lösslehmen, Kiesen und tertiären Kalken geprägt. Eine Mischung, die sich auch in der großen Vielfalt der Weine, die sie hervorbringt widerspiegelt. Gemeinsam sind ihnen die harmonisch in die Aromatik eingebundenen Säuren.